Skip to main content

Zufall, Schicksal, Bestimmung? Wer die Geschichte des Boxer Klubs Oberstenfeld/Boxerhundefreunde Bottwartal und Umgebung e.V. zurückblickt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als habe immer mal wie­der eguter Geist seine Finger im Spiel gehabt. Auch wenn der Weg durch die Zeiten nicht geradlinig verlief und auch mal steinig war –
heute ist der Hundesportvereauf seinem eigenen Gelände nahe der Burg Lichtenberg hoch über dem Bottwartal eine harmonische Gemeinschaft, die sich aus Liebe zu ihren Samtschnauzen zusammengefunden hat.

Wie das Leben so spielt: EHesse aus der Frankfurter Gegend heiratet eine Frau aus Oberstenfeld und zieht im Ruhestand die schwäbische Toskana, weil dort seine GatteHaus geerbt hat. Franz Hartmann hieß der Mann und war Hundeführer beim Militär – mit einem Boxer! Weil es nichts Schöneres gibt, als aus seinem Beruf eHobzu ma­chen, setzte Franz Hartmann, den später alle nur „Onkel“ nennen sollten (warum, weiß heute niemand mehr) den zarten Keim eines Boxerplatzes die Oberstenfelder Erde. Nicht genug der Zufälle: Weil Frau Hart­mann die Tante der Frau von Josef Dworatschek war, kam auch der zu einem Boxer – und wurde zusammen mit seinem Mentor am 19. Okto­ber 1965 zu einem der acht Gründungsmitglieder unseres Vereins. Ihre Namen: Franz Hartmann, Josef Dworatschek, Otto Schweinle, Karl Mül­ler, Gerd Grillenberger, Walter Häußermann, Walter Prasse und Walter Gruber.

KeVereohne Vorstand: Walter Gruber war der erste Erste Vorsit­zende, Karl Müller seVize, Josef (Sepp) Dworatschek Schriftführer, Gerhard Riemel Kassierer und Franz Hartmann Dressurleiter (so hieß das damals tatsächlich). Und diese Fünf packten die Sache gleich richtig an, pachteten beim sogenannten Teerhäusle unterhalb der Lichtenberger Steige (wo seiner Zeit die Wengertstickel wetterfest gemacht wurden) eine Obstbaumwiese und starteten den Übungsbetrieb. Eine Hütte wurde selbst gebaut – und weil es keinen Keller gab, wurden die Getränke (Hundesport macht durstig!) einem Erdloch kaltgestellt. Ob die Boxer damals das Revieren um die Obstbäume gelernt haben, ist nicht überliefert. Weil es kerichtiges Vereinsheim gab, musste eine Wirtschaft herhalten: die Krone Oberstenfeld (heute ORAKEL). Aber keProblem: Vorstandsmitglied Karl Müller war der Wirt und machte seine Gaststätte zum Klublokal.

Bis zum Jahr 1970 trainierten die Oberstenfelder Hundesportler zwi­schen Apfelbäumen. Dann hatte das „Provisorium“ eEnde. Und schon wieder spielte der Zufall – oder war es Bestimmung? – den Boxerhundefreunden die Karten. Eigentlich hatten sie über ihr Mitglied Otto Schweinle eneues Übungsgelände im Auge. Alles schien schon trockenen Tüchern, als der Ochsen-Wirt aus dem Ort seVeto einlegte. Er fürchtete ob der Hunde um das Wild seiner dortigen Jagd. Der Plan wurde deshalb ad acta gelegt. Was tun? Obwohl sich der Vereauf der ganzen Markung umsah, tat sich keine Alternative auf. Wäre da nicht Edgar Raith gewesen. Just diesem Jahr den Boxer Klub eingetreten, erfuhr der Hof-und-Lembacher von einer Wiese auf dem Lichtenberg. Das Gelände, lange als Weide genutzt, wurde frei, weil seHeimatort die „Farrenhaltung“ aufgab. Nachhilfe für Städter: Farren sind geschlechtsreife Bullen, die den Dörfern eigens gebauten Ställen gehalten wurden und der Befruchtung weiblicher Rinder und Kühe dienten. Die Zuchtbullen wurden von der Gemeinde erworben und einem Landwirt zur Pflege überlassen, wofür die Kommune eine Aufwandsentschädigung oder Futtergeld bezahlte.

Also, Hof und Lembach gab seine Vatertierhaltung auf – und Edgar Raith wurde aktiv. Er brachte es fertig, den Boxerfreunden zu einem Übungsgelände zu verhelfen, das – 1983 um das Doppelte vergrößert – dem Verezur Heimat geworden ist. Überhaupt hat Edgar Raith (Jahrgang 1941) nichts anbrennen lassen, wenn es um die Sache der Boxer ging. Zusam­men mit dem Winzerhäuser Reinhold Ziegler (Jahrgang 1936, seit 1968 Klubmitglied, im Wendejahr Erster Vorsitzender und von 1984 bis 1996 Zuchtwart) setzte er den Vereals Übungsleiter (1970 bis 1976, bzw. 1978 bis 1979) und später als Vorsitzender (1981 bis 1988) auf eGleis, auf dem es mit Volldampf Richtung Zukunft ging.

Nächste Station: erichtiges Vereinsheim. 1971 ging es los mit dem Bau der Nachbarschaft zu Neuwirtshaus. Die treibenden Kräfte waren auch da Edgar Raith und Reinhold Ziegler, die bei eisigen Temperaturen von minus 20 Grad selbst Wasser- und Stromleitungen verlegten. Über­haupt, mit viel Eigenleistung und von Edgar Raith organisierten Baumaschinen wurde das Häusle auf egut drei Meter ins Erdreich eingelassenes Betonfundament gestellt. Hobbyweinbauer Reinhold ließ während der Bauphase sogar seinen geliebten Wengert links liegen. Gezimmert wurde schließlich das rustikale Holzhaus von Rudi Reichle und Hugo Nestel – umsonst!  Doch Mitglieder zeichneten zur Deckung der Kosten sogenannte Bausteine – immerhjeweils bis zu 500 Mark.

Halbe Sachen wurden nicht gemacht: Vor jedem Übungstag lag eine Anwesenheitsliste auf, Wirtschaftsdienste wurde akribisch dokumentiert (damals wie heute immer dieselben Leute!), Kniebundhosen gehörten den Anfangsjahren zu Standardkleidung der fast ausschließlich männlichen Hundesportler (den ersten Ausbildungswart Franz Hartmann sah man auf dem Platz nie ohne Krawatte!).

Auch ins Training kam nach dem Abschied vom „Onkel“ nochmals richtig Zug – nicht zuletzt dank Leistungsrichter Eugen Strohmaier aus Göppingen, der zusammen mit seinem Vereinskollegen Albert Reinhardt den Oberstenfeldern den Jahren nach 1970 mit Rat und Tat zur Seite zur Seite stand. Eine erste Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg!

Einfach waren die ersten Gehversuche nicht. Während heute jeder Boxerbesitzer dort trainieren darf, wo er will, teilte früher der Landesvorstand den jeweiligen Vereinen spezielle Bezirke und Ortschaften zu. Reinhold Ziegler erinnert sich: Weil die 1922 gegründete Landesgruppe von Mitgliedern der Nachbargruppe Stuttgart (der ältesten im Land) dominiert gewesen sei, habe Oberstenfeld nur solche Ortschaften zugewiesen bekommen, denen es gar keine Boxer gegeben habe.  Im Klartext: Verteilungskämpfe seien seiner Zeit höchst offiziell behördlich im Eigeninteresse geregelt worden. Mit dem eigenen Platz hat sich die Lage freilich verändert. „Der Landesvorstand ist dann nicht mehr an uns vorbeigekommen“, erzählt Reinhold Ziegler. Die Tore für einen Mitgliederzuwachs waren geöffnet.

Von da an ging es Schlag auf Schlag: Der Klub wuchs und über regelmäßige Vereinsprüfungen (seit 1970) hinaus wurde 1974 mangels offizieller Ausstellungen eine vereinsinterne Zuchtschau organisiert.

1978 ging auf dem Lichtenberg die erste von der Gruppe Oberstenfeld ausgerichtete baden-württembergische Schutzhunde-Meisterschaft über die Bühne. Mit einer Neuheit – einem Fanfarenzug (aus Güglingen), der zum Einmarsch der Starter und zur Siegerehrung aufspielte. „Wir wollten eine Meisterschaft ausrichten, die sich von normalen Prüfungen abhob“, sagt Reinhold Ziegler.

Weitere überregionale Veranstaltungen sollten folgen. Der Oberstenfelder Boxer Klub rückte schnell die erste Reihe der Hundesportvereine im Land auf.

Regelmäßige Monatsversammlungen und vierteljährlich erscheinende „Nachrichten für Boxerfreunde“ (eine Idee von Reinhold Ziegler und eine Art früher Newsletter) förderten das Miteinander und formten eine starke Gemeinschaft, für die es über Jahre hinweg eine Selbstverständlichkeit war, die Freizeit im Verezu verbringen. „Unsere Kinder sind auf dem Hundeplatz aufgewachsen“, erinnert sich Reinhold Ziegler. „Der Boxer Klub war unser Leben.“ Und für die Landwirte aus Hof und Lembach wurde das Vereinsheim zum sonntäglichen Treff am Stammtisch.

Es kam, wie es kommen musste. Ohne Schicksalsschlag kommt auch die Oberstenfelder Historie nicht durch die Jahrzehnte. Oder waren es vielleicht doch (allzu) menschliche Befindlichkeiten und persönliche Animositäten, die den Boxer Klub fast aus der Erfolgsspur geworfen hätten? Wie dem auch sei: Kontroversen über die Art der Ausbildung, Streit wegen zu vieler Nicht-Boxer auf dem Platz und Kungeleien bei der Zulassungen von Mitgliedern zu Prüfungen führten im Jahr 1980 nicht nur zu einer Krisensitzung im Oberstenfelder Bürgerhaus und zur Intervention des Landesvorstands nach einer chaotisch verlaufenen Hauptversammlung, sondern auch zu einer Abspaltung im Verein.
Am 14. März 1981 wurde auf Initiative verschiedener Mitglieder des BK Obers­tenfeld die Gruppe Marbach neu gegründet. Der Verehatte den Verlust von rund 50 Mitgliedern zu beklagen – und stand auf der Kippe. Der damalige Vorstand Edgar Raith reagierte offensiv, nachdem es seitens der Dissidenten zu – wie es damals einem Rundschreiben hieß – massiven Abwerbungsversuchen, anonymen Schmähanrufen, persönlichen Beleidigungen und ungeheuerlichen Beschuldigungen gekommen war. „Wir lassen uns nicht das nehmen, was unsere Gründungsmitglieder mit viel Ehrgeiz und Fleiß aufgebaut und die nachfolgenden Mitglieder nicht nur erhalten, sondern auch weiter ausgebaut und gepflegt haben“, hieß es. Und weiter: „Wir alle haben unseren Platz und unser Häusle zu dem gemacht, was es heute ist und bleiben wird: einen Boxerplatz, dessen guter Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus geht.“

Der Konflikt hatte Folgen – und ließ die Boxerfreunde eweiteres Mal um die Existenz ihrer Heimat fürchten. Der Grund: Der ortsansässige Verefür Schäferhunde (SV) plante einen Übungsplatz unmittelbarer
Nachbarschaft zum Boxer Klub. Einen Pachtvertrag mit der Besitzerdes Wiesengrundstücks hatte der SV schon der Tasche. Und wieder war es Edgar Raith, der die Weichen für den Oberstenfelder BK auf Zu­kunft stellte. Glücklicherweise – Schicksal? – war der Pachtvertrag näm­lich ungültig. Der Grund: Er enthielt die Vereinbarung auf eneues SV-Klubhaus, was allerdings das Landratsamt nicht genehmigte. Raith sprang die Bresche – und kaufte der Besitzerin, die er aus Hof und Lembach gut kannte, das Gelände kurzerhand ab. Der Preis: 30.000 Mark. Etliche Mitglieder übernahmen zur Sicherung der Kreditfinanzierung über 17.000 Mark eine Bürgerschaft. „Das war eine dramatische Zeit“, erinnern sich die Macher von damals. 1983 hatte der Übungsplatz dann seine heute noch gültige Größe erreicht. Mit dem Kauf eines weiteren Nachbargrundstücks westlich davon sicherte sich 1993 der BK nicht nur einen großen Parkplatz für Veranstaltungen, sondern auch eine sichere Zufahrt. Die Alternative: von der Ostseite her eschmaler Fußweg durch den Hardtwald.

Nach den – hundesportlich gesehen – Goldenen Jahren des BK Oberstenfeld den späten 70ern und 80ern, steuerte der Vereden 90er Jahren eher ruhigen Gewässern. Die so erfolgreichen Boxer unserer Leistungsträger kamen aufs Altenteil, Hundeführer verzichteten darauf, sich neue Boxer zu kaufen, der Nachwuchs blieb aus, mehrere Personalwechsel bei den Schutzdiensthelfern und eTrainerabgang belasteten den Übungsbetrieb und machten eine konzeptionelle Neuausrichtung notwendig.

Es war eine Zeit, der sich bereits das andeutete, was heute quer durch die Republik zunehmend zum Problem wird: die Überalterung unserer Vereine. Den Kopf den Sand steckte die Vorstandschaft unter der Nachfolgervon Edgar Raith, Ina Wiedmann, den Jahren der Talfahrt indes nicht. Werbung für unseren Übungsbetrieb Oberstenfeld und Umgebung, neue Angebote Form von Erziehungskursen auch für Hunde anderer Rassen brachten den Verewieder ins Gespräch, lockten neue Boxerfreunde an und erhöhten nach einem kleinen „Aderlass“ die Mitgliederzahlen.

Geduld und Fleiß ließen erneut die sportlichen Erfolge wachsen – bis zum nächsten Schicksalsschlag. Hatte Edgar Raith eneues Vereins­heim zu bauen, musste seine NachfolgerIna Wiedmann einen Wiederaufbau stemmen. Während eines starken Gewitters im Juni 1999 schlug der Blitz ein. Unser Blockhaus brannte fast vollständig ab.

Es war eSchlag ins Kontor: Alles, was zur Organisation eines funktionierenden Vereinslebens und Übungsbetriebs notwendig war, wurde eRaub der Flammen – von der Küchenausstattung über die stattliche Galerie an Pokalen und Urkunden bis hzum Material für den Übungsbetrieb.

Glücklicherweise war der Veregut versichert und die Vorstandsmitglie­der unter Ina Wiedmann und ihrem Vize Dieter Grund sorgten mit Organisationstalent, der Hand am Arm und der Unterstützung zahlreicher Helfer für einen raschen Wiederaufbau unseres Vereinsheims.

Schon im Dezember desselben Jahres feierten wir Einweihung. Bei allem Unglück: Der verheerende Brand markierte zugleich eine Art Neuanfang für die Boxerfreunde. Die Aufbruchsstimmung war spürbar.

Oberstenfeld war wieder da, richtete über regelmäßige Vereinsprüfungen hinaus Landesmeisterschaften, Zuchtschauen und sogar eine Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft aus. Die starke mannschaftliche Geschlossenheit des BK Oberstenfeld zeigt sich im mehrfachen Gewinn der baden-württembergischen Team-Meisterschaften den Sparten Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. Einige unserer aktiven Hundesportler qualifizierten sich zur Teilnahme an den Landesmeisterschaften im Vielseitigkeitssport und der Fährte – so mancher schaffte dann auch den Sprung zum Start bei den Deutschen Meisterschaften. Und seit vielen Jahren gehört es bei den Boxerhundefreunden zum Standard, dass wir für unsere Hundeführer und Trainer bei uns auf dem Hundeplatz Lehrgänge anbieten, aber auch regelmäßig Lehrgänge aus dem Programm des Boxer Klubs besuchen.r

Neue Gesichter, neue Boxer, neue Teams haben im vergangenen Jahrzehnt die Erfolgsgeschichte der Boxerhundefreunde fortgeschrieben und fügen immer weitere Kapitel hinzu. Nach wie vor gehört der Klub zu den Spitzenvereinen Baden-Württembergs und hat sich durch die sportlichen Erfolge und das Engagement seiner Mitglieder im Landes- und Bundesverband einen guten Ruf erworben.

Stillstand im Hundesport bedeutet Rückschritt – und um auf dem neuesten Stand zu bleiben, bedeutet das: lernen, lernen, lernen. Das Trainerteam im BK Oberstenfeld hat sich das den vergangenen zehn Jahren zu Herzen genommen und war sich seiner Verantwortung bewusst. Zumal sich dieser Zeit vieles geändert und verfeinert hat, was Konzepte und Methoden der Hundeerziehung anlangt. Mit Fug und Recht kann man behaupten: Unser Hobist professioneller geworden.

Alledas Wort „Unterordnung“ ist weitgehend neu interpretiert, die Ausbildung vom Kopf auf die Füße gestellt worden. Wichtig ist heutzutage nicht mehr, was der Hundeführer will, sondern das, was der Hund versteht, wenn wir mit ihm als Partner im Team arbeiten. Komplexe Übungen werden kleine Einheiten zerlegt und dem Hund Schritt für Schritt beigebracht – mit viel Motivation, Arbeitseifer und wenig Zwang. Im modernen Training lernt der Hund nach dem Prinzip der operanten Konditionierung. Will heißen: Er darf und soll ausprobieren und entscheiden können, was ihn zum Erfolg, zu seiner Belohnung führt. Kadavergehorsam ist eKonzept von gestern. Die Leine ist keZwangsinstrument mehr, sondern Mittel zum Zweck einer guten Kommunikation von Mensch und Hund.

Die Folgen für den Übungsbetrieb sind enorm, nicht nur zeitlicher Hinsicht. Gab es den Anfangsjahren des Klubs aller Regel nur den Sonntag als Übungstag, wird heute bis zu dreimal die Woche trainiert. Unsere Spitzensportler haben sich darüber hinaus mit befreundeten Vereinen zu Trainingsgruppen zusammengetan, denen jeder dem anderen hilft. Von den Hundeführern und Hundeführerinnen wird erwartet zu wissen, wie der Hund tickt. Zuerst lernt der Mensch, dann der Hund. Genau das versuchen wir der Praxis auf dem Platz umzusetzen. Aber auch die Theorie kommt nicht zu kurz, denn ohne Wissen um die Zusammenhänge des Lernens, ohne Wissen um die Psychologie und Physiologie des Hundes ist alles nichts. Das gilt für Mensch und Hund!

Wir Oberstenfeld haben uns früh den Veränderungen und Notwendigkeiten einer modernen Ausbildung und Erziehung gestellt, haben uns stetig fort- und weitergebildet. Und wir haben uns behauptet gegenüber der Konkurrenz von Hundeschulen und Erziehungstipps selbst ernannter Trainer den sozialen Medien, die den vergangenen Jahren wie Pilze nach einem warmen Regen aus dem Boden geschossen sind.

Die Früchte dieses Engagements können sich sehen lassen. Hundesportler und Hundesportlerinnen aus unserem Verewaren wie schon den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich auf nationalen und internationalen Wettbewerben vertreten – sowohl im IGP- als auch im FH-Bereich. Und wir freuen uns über vielversprechenden Hundenachwuchs und Teams, die mit Begeisterung den Hundesport leben.

Das Beste zum Schluss: Allen Angriffen auf unseren Sport von sogenannten Tierschützern und TV-Hundetrainern wie MartRütter zum Trotz wurde das, was wir mit unseren Boxern und andersrassigen Hunden tun, im März 2025 von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Damit wurde der Verteufelung des „Schutzhundesports“, den wir gar nicht so betreiben, die Argumentationsgrundlage entzogen. Was auf unseren Plätzen praktiziert wird, das ist Vielseitigkeitssport mit Gebrauchshunden – Fährte, Unterordnung, Schutzdienst. Eine sinnvolle Auslastung und Beschäftigung, die unsere Boxer zu ausgeglichenen und liebenswerten Familienhunden macht.